Leder

Die Geschichte

Fast so alt wie die Menschheit, ist es eine der ursprünglichsten, natürlichsten Materialien überhaupt. Solange der Mensch zurückblicken kann, hat ihn Leder begleitet. Als Kleidung, als Transportmaterial, zum Verhängen der Höhleneingänge, als Schutz vor Kälte, in Form von Trinkgefäßen, als Behältnisse und vieles mehr. Vielleicht war es der Wunsch, nichts von der wertvollen Nahrung, die so schwer zu erhalten war, verkommen zu lassen, die in den ersten Menschen den Wunsch geweckt hat, die Haut haltbar zu machen und zu nutzen.

Das Konservieren und Gerben von Tierhäuten ist eines der ältesten Handwerke der Menschheit. Als die Mumie des circa 5300 Jahre alten  „Ötzi“ in den Ötztaler Alpen gefunden wurde, war er mit Kleidern aus Fell und Leder, einer Fellmütze und Lederschuhen bekleidet. Die Gerbung mit Pflanzenstoffen war schon den alten Ägyptern bekannt. Das zeigen Verzierungen auf einem Sarkophag, in denen Szenen mit Gerbern dargestellt sind. Und auch im Grab Tutanchamuns fand man (alaungegerbtes) Leder in gutem Zustand.

Dabei ist Lederherstellung eigentlich auch heute noch nur ein Nebengewerbe. Im Vordergrund steht zu allererst der Bedarf an Nahrung. Wenn Fleisch benötigt wird, fallen automatisch auch die Häute der Tieren an. Diese nicht zu nutzen und verkommen zu lassen, wäre Verschwendung. Leder sind sozusagen ein weiterverwertetes Zusatzprodukt der Nahrungsmittelindustrie.

Leder ist aber natürlich nicht gleich Leder! Die Art und Weise wie es entsteht ist auf jeden Fall relevant. Wird achtsam mit der Haut umgegangen und werden die Leder schonend für Natur und Mensch gegerbt und verarbeitet, können daraus wundervolle, hochwertige Produkte entstehen, die im Einklang mit den Abläufen der Natur, das Leben des Menschen über sehr lange Zeit nachhaltig verschönern und ganzheitlich bereichern.

Handverlesen

Leder sind unsere Leidenschaft. Und das schon immer. Hinter der Marke Tommy M verbirgt sich zu allererst Thomas Machalke. Der Eigentümer des Hauses TM Collections ist mit Leder und der Kunst der Verarbeitung dieses Materials aufgewachsen. Von klein auf sind ihm die Eigenheiten und Besonderheiten dieses Materials vertraut. Diese langjährige Erfahrung, das Wissen und Können setzt er heute ein, um Leder zu finden, diese einzusetzen und zu verarbeiten was für andere nahezu unmöglich wäre.

Leder wird bei Tommy M nicht einfach aus dem Katalog eingekauft. Thomas Machalke und Ale Couperus reisen selbst durch die Welt und besuchen unterschiedliche Gerbereien, nehmen das Material und die Herstellungsbedingungen in Augenschein und wählen sorgfältig aus. Das hat mehrere Gründe. Zum einen natürlich um die hohen Qualitätsanforderungen im Hinblick auf Material, Umwelt und Nachhaltigkeit von Tommy M sicherzustellen, zum anderen aber auch, weil manche „Lederschätze“ dem „normalen“ Kunden gar nicht angeboten werden. Sie lagern versteckt in den Ecken der Lederlager der Hersteller oder sind vielleicht für etwas ganz anders bestimmt. Wie zum Beispiel die Herstellung von Hand-taschen oder Kleidung. Besonderheiten werden dem durchschnittlichen Möbelhersteller gar nicht angeboten.

Der Großteil der Ledermöbelindustrie verlangt aufgrund der maschinellen und standardisierten Fertigung Gleichförmigkeit der Leder. Uniformität. Tommy M nicht. Thomas Machalke und Ale Couperus suchen das Besondere und fordern es: Zum Beispiel einzigartige Optiken, wie Leder, das die natürlichen Spuren der Haut zeigt oder eine Haptik, die beeindruckt – wenn das Leder bei der Berührung so butterweich ist, dass es an Samt erinnert. Oder Verarbeitungstechniken, die bisher nicht für die Herstellung von Möbelleder eingesetzt wurden. Bei Tommy M wird es möglich: Dank des großen Know-hows und der Spezialisierung auf das Besondere.

Die Lederarten

Lederarten

Leder ist nicht gleich Leder. Je nach Art der Verarbeitung ergeben sich unterschiedliche Qualitäten mit unterschiedlichen Charakteristika.

Rein-Anilin Leder ist das sinnlichste unter den Ledern. Da es ursprünglich und naturbelassen ist, hat es nicht nur einen ganz individuellen Charakter, es ist auch sehr warm, weich und wundervoll angenehm. Rein-Anilin-Leder ist komplett von Farbe durchdrungen, ansonsten aber unbehandelt.

Semi-Anlilin Leder bilden gewissermaßen einen Kompromiss. Sie sind einerseits noch relativ „naturbelassen“, bieten andererseits zusätzlich zu der Durchfärbung noch eine leichte Tönung mit Pigmentfarbe. Dadurch wird das Leder etwas strapazierfähiger, ohne an Weichheit und Geschmeidigkeit zu verlieren.

Pigmentierte Leder werden nach dem Gerb- und Färbeprozess mit einer zusätzlichen Farbpimentschicht überzogen. Unter dieser Lackschicht verschwinden Poren, das Hautbild sowie Narben oder andere individuelle Merkmale der Rinderhaut völlig. Erfahren Sie mehr über die unterschiede von Rein-Anlinin Leder, pigmentierte Leder und Semi-Anilin Leder Weiterlesen

Pflege

Jede Lederart braucht individuelle Pflege. Weil sich die einzelnen Lederarten in ihren Materialeigenschaften deutlich unterscheiden, muss auch die Reinigung und Pflege individuell auf die Besonderheiten des Leders abgestimmt sein. Doch es ist oft gar nicht so einfach, sich als Laie im Dschungel der vielen verschiedenen Lederarten zurechtzufinden. Unser Plegemittelshop von LCK hat für jede Qualität und Farbe die passenden Produkte.

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